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Nimmt die Spitzenposition ins Visier

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19.06.2017 | 11:41
Potenzial: 47.11%
XETRA
Schuhe

Adidas ist in den vergangenen Jahren zu einer der größten Wachstumsstory auf dem deutschen Börsenmarkt geworden. Das Unternehmen schneidet bei unseren wachstumsorientierten Recherchen in unserem Market Screener Tool mit am besten ab. Zum über mehrere Jahre hinaus prognostizierten zweistelligen Wachstum hinaus gibt es weitere Faktoren, die über einen kurz- bis mittelfristigen Zeitraum zum einem Aktienkurs von 200 Euro führen könnten.

Hintergrundinformation

Adidas verfolgt zunehmend eine Multi-Marken-Strategie angeführt von einer der bekanntesten Marken der Welt, gefolgt von der amerikanischen Marke Reebok sowie einigen neueren Marken, wie Adidas Neo, NMD oder XBYO. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 60.000 Mitarbeiter in über 160 Ländern, die jährlich mehr als 840 Millionen Produkteinheiten produzieren und absetzen. Der weltweite Umsatz lag bei 19 Mrd. € im Jahr 2016 und setzte sich geografisch wie folgt zusammen:



Quelle: Unternehmenswebsite

Heute liefert sich Adidas in vielen Unterbereichen des Sportbekleidungsgeschäfts ein Kopf-an-Kopf Renne mit Nike, dem langjährigen Marktführer. Dies ist umso mehr bemerkenswert, da Adidas im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts wegen eines Mangels an Innovation und einer unzureichenden Strategie deutlich abgehängt worden war. Dazu kamen unglückliche Akquisitionen wie die des verlustbringenden Unternehmens Reebok oder des Golfausrüstungshersteller TaylorMade, welches im vergangenen Monat endlich verkauft werden konnte.

Adidas’ Turnaround ist die Folge einer strategischen Neuausrichtung, bei der die historische Ausrichtung auf den Sport von Life-Style Produkten und Marken komplementiert wird. Heutzutage verfügt Adidas Partnerschaften mit einigen der bekanntesten Prominenten/Designer der Welt, wie Kanye West, Stella McCartney oder Selena Gomez. Dank ihres Erfolgs ist die Adidas Untermarke Stan Smith sicherlich fast jedem Leser bekannt. (Die Tatsache, dass der Boom des Fußballgeschäft trotz aller Skandale und Exzesse kein Ende zu kennen scheint, ist für das Umsatz natürlich auch zuträglich.)


Quelle: Unternehmenswebsite

Im Sportbereich – neben dem großen Erfolg des Fußballsegments – jagt Adidas seit einigen Jahren nun auch in den zuvor Nike vorbehaltenen Jagdgründen der US Sportarten Basketball und Baseball – mit ausgezeichneten Ergebnissen. Das Umsatzwachstum in Nordamerika belief sich auf 24% im vergangenen Jahr, was nur knapp unter der Wachstumsrate auf dem chinesischen Markt (+28%) lag. In der amerikanischen Basketballliga NBA hat sich Adidas einige der größten Stars wie Derek Rose, Kobe Byrant oder John Wall gesichert, für die man jeweils eigene Schuhdesigns entwirft und vermarktet.

Was China betrifft, ist das Wachstumspotential für Adidas extrem groß, denn sowohl Fußball als auch Basketball gewinnen dort Jahr für Jahr an Beliebtheit. Der Umsatzanteil Chinas dürfte sich in den nächsten Jahren von aktuell 16% beständig erhöhen (bei einem Wachstum des Gesamtmarktes von knapp 30%!).

Angesichts dieser positiven Sachlage kommt der optimistische Outlook von Adidas’ Management nicht überraschend. Im März dieses Jahres hob das Unternehmen für den Zeitraum bis 2020 die Prognose zum Gewinnwachstum auf einen Durchschnitt von 20-22% pro Jahr an – nach zuvor 15%. Das zusätzliche Wachstum wird vor allem vom Streetwear Segment kommen.

Obwohl Adidas seit geraumer Zeit ein höheres Umsatzwachstum als Nike vorweisen kann, wird das Unternehmen immer noch deutlich niedriger gehandelt, wenn man eine Bewertung nach dem Verhältnis von Marktkapitalisierung zu Umsatz heranzieht (1,64x vs. 2,58x für das Jahr 2017). Der Hauptgrund dafür liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit darin, dass Adidas seinem Konkurrenten bei der Profitabilität deutlich hinterher hinkt. Dies wird bei der Betrachtung der für das Jahr 2017 respektive prognostizierten Eigenkapitalrendite von 18% (Adidas) und 32% (Nike) deutlich. Vor diesem Hintergrund versuchen Investoren und Analysten kontinuierlich, das Management zu einem Verkauf der unrentablen Marke Reebok, die sich seit über 10 Jahren im Besitz von Adidas befindet, zu bewegen. Da im vergangenen Monat endlich das Golfgeschäft abgestoßen werden konnte, werden diese Stimmen über einen kurz- bis mittelfristigen Zeitraum nicht leiser werden. Auch wenn ein Verkauf des Reebokgeschäfts mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Goodwillabschreibung erfordern würde, dürfte es sich schnell positiv auf die Bewertung von Adidas auswirken, denn die Gewinnmargen und die allgemeine Rentabilität des Unternehmens würden deutlich nach oben schnellen.

Die Anlageidee zusammengefasst

Die folgenden Punkte fassen die Anlageidee zu Adidas zusammen:

- Stark wachsender Gesamtmarkt
- Ausgezeichnete Strategieumsetzung seit einigen Jahren
- Potentielle Upside durch einen Verkauf des unrentablen Reebokgeschäfts, nachdem das Golfgeschäft im vergangenen Monat verkauft werden konnte. Dies würde höhere Margen nach sich ziehen und mit hoher Wahrscheinlichkeit den Bewertungsabschlag zu Nike verringern
- Ein CEO mit einem hervorragenden Ruf, u.a. was die Wertschaffung für Aktionäre betrifft
- Zusammen mit Nike formiert Adidas ein regelrechtes Duopol (zwei Unternehmen dominieren zusammen einen Markt), was erhebliche Preissetzungsmacht bedeutet. Unter den anderen nennenswerten Akteuren im Markt für Sportbekleidung befinden sich mit Reebok ein Unternehmen das Adidas gehört und mit Puma und Under Armour zwei relativ kleine Wettbewerber, die jeweils „nur“ auf 20% und 25% des Umsatzes von Adidas kommen.
- In den vergangenen vierteljährlichen Berichtsperioden hat Adidas sehr häufig über den Erwartungen der Analysten abgeschnitten (s. Grafik). Dieser Trend dürfte sich fortsetzen.



Mögliche Risiken und Schwächen

Selbst wenn die fundamentale Nachfrage nach Adidas Produkten auf langfristige Sicht hin stark zu sein scheint, würde Adidas selbstverständlich von einem Nachlassen des globalen Wirtschaftswachstums nicht unberührt bleiben. Allerdings gibt derzeit keine Anzeichen für eine Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums. Im Gegenteil, einige Institute wie der Internationale Währungsfonds haben ihre Wachstumsprognosen erst vor kurzem nach oben angepasst.

Ein weiteres potentielles Risiko für Adidas ist das Aufkommen eines neuen Wettbewerbers. Dieses Risiko erscheint uns allerdings sehr begrenzt. Das Duopol Adidas – Nike dürfte ihren Markt auf Jahre hin beherrschen. Mögliche Wettbewerber wie Under Armour oder Puma sind einfach zu klein und/oder mit internen Problemen beschäftigt. Und Reebok gehört ohnehin zu Adidas.

Bewertung

Jetzt da das Taylormade Golfgeschäft verkauft ist, kann man sich darauf einstellen, dass sich die Adidas Aktionäre für die Veräußerung des Reebokgeschäfts stark machen werden. Bei ihrer Argumentation fordern diese Stimmen das Management dazu auf, sich auf die Kernmarke sowie die erfolgreichen Untermarken im Sport und Life-Style Geschäft zu konzentrieren. Adidas’ CEO Kaspar Rorsted hat zwar unlängst die Verbindung mit Reebok bekräftigt. Aber diese Versicherung dürfte nicht fristlos gültig sein. Kaspar Rorstedt ist seit seiner Vorstandsrolle bei Henkel zwischen 2008 und 2016 als profitorienter Manager bekannt. Wenn der Turnaround bei Reebok einfach nicht geschafft werden kann, dürfte er nicht zögern, die Reissleine zu ziehen.

Wenn die Wachstumsraten gehalten werden können und falls die Profitabilität des Unternehmens verbessert werden kann (u.a. durch einen Verkauf von Reebok), dann gibt es keinen Grund dafür, dass Adidas mit einem Bewertungsabschlag in der Größenordnung von 36% zu Nike gehandelt wird. Nach unseren Schlussfolgerungen aus der Analyse zu Adidas erwarten wir, dass die Kursmarke von 200 Euro kurz- bis mittelfristig überschritten werden wird bevor die Schließung des Bewertungsabschlags bei einem Kurs von 257 Euro (Gewinnpotential von 47% basierend auf aktuellen Kurse und Bewertungen) in Angriff genommen wird.


Ulrich Ebensperger
© Zonebourse.com 2017
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Unternehmensprofil
adidas ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Konzipierung, Herstellung und Vertrieb von Sportartikeln und Sportausrüstung. Die Produkte der Unternehmensgruppe werden unter den Marken adidas, TaylorMade und Reebok vertrieben. Der Umsatz ist wie folgt auf die verschiedenen Produktfamilien... 
Branche
Schuhe
Termine
03.08.Ergebnisveröffentlichung
Weitere Informationen über das Unternehmen
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Finanzkennziffern (€)
Umsatz 2017 21 816 Mio
EBIT 2017 1 831 Mio
Nettoergebnis 2017 1 251 Mio
Schulden 2017 249 Mio
Div. Rendite 2017 1,42%
KGV 2017 27,54
KGV 2018 22,97
Marktkap. / Umsatz 2017 1,63x
Marktkap. / Umsatz 2018 1,48x
Marktkap. 35 253 Mio
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