Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

4-Traders Homepage  >  Aktien  >  Xetra  >  Air Berlin Plc    AB1   GB00B128C026

ÜbersichtKurseChartsNewsTermineUnternehmenFundamentaldatenAnalystenschätzungenRevisionen 
News-ÜbersichtNewsBranchennachrichtenTweets

Lufthansa übernimmt große Teile der Air Berlin - Kurssprünge an Börse

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
12.10.2017 | 12:16

(neu: Aussage zu Easyjet, Expertenstimmen, aktualisierte Aktienkurse)

BERLIN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Große Teile der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin <GB00B128C026> gehen an den Branchen-Primus Lufthansa <DE0008232125>. Beide Unternehmen wollten am Donnerstag in Berlin einen entsprechenden Kaufvertrag unterzeichnen, kündigte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Donnerstag in Berlin an. Das Geschäft steht aber noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Überprüfung.

Die Aktien beider Unternehmen reagierten mit Kurssprüngen auf die Nachrichten. Die Lufthansa-Aktie setzte sich bis zur Mittagszeit mit einem Plus von 2,78 Prozent auf 25,308 Euro an die Spitze des Dax <DE0008469008>. Für die zuletzt besonders schwer gebeutelten Papiere von Air Berlin ging es um mehr als 50 Prozent auf 0,246 Euro nach oben. Schon vor der Insolvenzanmeldung waren die Air-Berlin-Aktien nur noch zu Centbeträgen gehandelt worden.

Nicht zu einem Abschluss führten hingegen bislang Verhandlungen mit der britischen Gesellschaft Easyjet <GB00B7KR2P84>, die ebenfalls bis zu 30 Maschinen samt Verkehrsrechten und Besatzungen übernehmen sollte. Die Verhandlungen würden noch an diesem Donnerstag fortgesetzt, sagte ein Sprecher der Air Berlin. Ob die Berliner nun auch die Thomas-Cook-Tochter <GB00B1VYCH82> Condor als Kaufinteressentin wieder an den Tisch holen, blieb zunächst offen.

Air Berlin - die nach Lufthansa bisher zweitgrößte deutsche Fluglinie - hatte Mitte August Insolvenz angemeldet. Der Flugbetrieb seitdem war nur durch einen Kredit des Bundes über 150 Millionen Euro gesichert.

Spohr hatte bekräftigt, dass sein Unternehmen von Air Berlin voraussichtlich 81 Flugzeuge übernehmen, 3000 Mitarbeiter einstellen und dafür in Summe 1,5 Milliarden Euro investieren werde. Die Beschäftigten der nicht insolventen Teilgesellschaften Niki und LG Walter werden Konzernkreisen zufolge direkt übernommen, die übrigen rund 1500 Stellen sollen über Neu-Einstellungen bei der Lufthansa-Tochter Eurowings besetzt werden. Darauf könnten sich auch Air-Berlin-Mitarbeiter bewerben.

Air Berlin hatte mitgeteilt, die Airline sehe gute Chancen, dass etwa 80 Prozent der 8000 Mitarbeiter bei anderen Unternehmen einen neuen Arbeitsplatz erhalten könnten. Für die Air Berlin Technik läuft ein getrenntes Verkaufsverfahren. Die Gewerkschaften Verdi und Vereinigung Cockpit hatten Sozialpläne und kollektive Übergangsregeln für die Beschäftigten verlangt.

Aus Spohrs Sicht muss das Aus für Air Berlin die Ticketpreise nicht nach oben treiben. "Denn der Wettbewerb wird sich in Europa und auch weltweit verschärfen", sagte er der "Rheinischen Post" (Donnerstag). "Wir gehen von weiter sinkenden Preisen aus." Im Konzern werde man sich mit der Tochter Eurowings selbst Konkurrenz machen. "Da wo es bisher nur Lufthansa und Air Berlin gab, wie beispielsweise zwischen München und Köln, kommen nun Eurowings-Flüge als Ersatz für Air Berlin hinzu."

Die Ankündigung Spohrs traf bei Experten sofort auf Skepsis. "Konzerne werden aus kartellrechtlicher Sicht als ein Unternehmen angesehen", sagte der Düsseldorfer Kartellrechtler Martin Gramsch von der Kanzlei Simmons & Simmons der Deutschen Presse-Agentur. Der Luftverkehrsberater Gerald Wissel erwartet eine vertiefte kartellrechtliche Überprüfung der EU-Kommission. Dabei würden die Marktverhältnisse auf einzelnen Strecken überprüft. Es könne dann gut sein, dass Lufthansa Start- und Landerechte (Slots) auf einzelnen Verbindungen freigeben müsse.

Durchaus nachteilig für die Lufthansa könnte sich ein Abwinken des zweiten Bieters Easyjet auswirken. "Falls Easyjet aussteigt, wird die kartellrechtliche Genehmigung für Lufthansa noch schwieriger zu bekommen sein", sagte Wissel. Auch Anwalt Gramsch sieht zusätzliche Probleme, weil die EU-Kommission letztlich immer den Gesamtmarkt im Blick haben müsse. "Das Wegfallen eines weiteren Bieters ist schlecht für die Marktstruktur." Er rechne mit einem halben Jahr Verfahrensdauer.

Lufthansa rechnet mit einer Übergangszeit von sechs bis neun Monaten. Sie werde nicht ohne "Ruckeleien" verlaufen, sagte Spohr. Man habe Piloten aus dem Urlaub zurückgeholt und fliege innerhalb Deutschlands auch mit Jumbo-Jets, um alle Passagiere aufnehmen zu können. Tausende Mitarbeiter müssten eingestellt werden, zugleich sei der Übergang der Air-Berlin-Flugzeuge beim Luftfahrtbundesamt aufwendig.

Spohr kündigte in der "Rheinischen Post" zugleich ein Angebot an, "um im Ausland gestrandeten Passagieren der Air Berlin die Heimreise zu einem fairen Preis anzubieten, sofern wir die Kapazitäten dafür haben". Aus Lufthansa-Kreisen hieß es dazu, es sei schwer zu schätzen, um wie viele Passagiere es dabei gehe. Details seien noch nicht ausgearbeitet. Seit 25. September ist bekannt, dass Air Berlin alle Langstreckenflüge am 15. Oktober einstellt.

Generell wird Air Berlin voraussichtlich ab Ende Oktober nicht mehr unter eigener Flugnummer fliegen, wie es in einem Brief der Firmenleitung an die Mitarbeiter vom Montag hieß. Der insolventen Gesellschaft sei ein eigenwirtschaftlicher Verkehr unter dem Airline-Code AB "nach gegenwärtigem Erkenntnisstand spätestens ab dem 28. Oktober nicht mehr möglich". Tickets für spätere Flüge verlieren ihre Gültigkeit. Der Flugverkehr der nicht insolventen Töchter Niki und LG Walter soll weitergeführt werden./ceb/bf/stw/DP/stw


© dpa-AFX 2017
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
Aktuelle News zu AIR BERLIN PLC
20.10. Bund und Länder verhandeln über Air-Berlin-Transfergesellschaft
20.10. Verkauf von Teilen Air Berlins an Easyjet noch offen
20.10. Eurowings bietet gestrandeten Air-Berlin-Kunden günstigere Heimflüge
20.10. Air Berlin mit Easyjet noch immer nicht einig
20.10. Eurowings-Chef verteidigt Konditionen für Piloten
20.10. Air-Berlin-Piloten drohen bei Eurowings kräftige Gehaltseinbussen
20.10. Lufthansa setzt größere Flugzeuge im Berlin-Verkehr ein
20.10. Air-Berlin-Flieger darf auf Island nicht abheben
20.10. Bieterfrist für Air-Berlin-Technik endet
20.10. Verdi-Chef kritisiert Privilegien des Air-Berlin-Chefs als empörend
Mehr News
News auf Englisch zu AIR BERLIN PLC
20.10. Air Berlin plane grounded in Iceland over unpaid charges
20.10. AIR BERLIN : Eurowings offers stranded Air Berlin travellers discounts
19.10. AIR BERLIN : fly-past investigation
18.10. AIR BERLIN : pilots suspended after farewell fly-by
18.10. Higher costs prompt Flybe profit warning in tough year for airlines
18.10. EASYJET BOSS : M&A trumps long-haul
18.10. AIR BERLIN : AirBerlin demise to be Eurowings' €1bn sales gain
17.10. EASYJET SEES NO NEED TO ENTER LONG-H : Ceo
17.10. AIR BERLIN : Eurowings sees 1 billion euro revenue boost from Air Berlin deal
17.10. Lufthansa, easyJet among seven bidders for ailing Alitalia
Mehr News auf Englisch
Finanzkennziffern (€)
Umsatz 2017 3 114 Mio
EBIT 2017 -179 Mio
Nettoergebnis 2017 -
Schulden 2017 1 498 Mio
Div. Rendite 2017 -
KGV 2017 -
KGV 2018
Marktkap. / Umsatz 2017 0,49x
Marktkap. / Umsatz 2018 0,46x
Marktkap. 18,2 Mio
Chart AIR BERLIN PLC
Laufzeit : Zeitraum :
Air Berlin Plc : Chartanalyse Air Berlin Plc | AB1 | GB00B128C026 | 4-Traders
Trends aus der Chartanalyse AIR BERLIN PLC
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsFallendFallendFallend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung REDUZIEREN
Anzahl Analysten 1
Mittleres Kursziel 0,01 €
Abstand / Durchschnittliches Kursziel -94%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Vorstände
NameTitel
Thomas Winkelmann Chief Executive Officer & Executive Director
Gerd Becht Chairman
Oliver Iffert Chief Operating Officer
Courtelis Dimitri Chief Financial Officer
Joachim Edmund Hunold Co-Vice Chairman
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkap. (M$)
AIR BERLIN PLC-73.27%22
DELTA AIR LINES, INC.7.46%38 907
RYANAIR HOLDINGS PLC12.62%22 842
UNITED CONTINENTAL HOLDINGS INC-17.97%20 684
INTERNATIONAL CONSOLIDATED AIRLINES GROUP47.99%17 777
AIR CHINA LTD.21.81%17 071