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Die Gelddruckmaschine aus dem Biotech Sektor

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18.04.2017 | 12:31

NASDAQ
Biotechnologie
Amgen, Inc. ist ein in Kalifornien, USA, ansässiges weltweit präsentes Biotechunternehmen welches im Jahr 2016 einen traumhaft hohen freien operativen Cash-flow von knapp 10 Mrd. US Dollar erwirtschaftete. Amgen, dessen Name der Abkürzung des ursprünglichen Namens Applied Molecular Genetics entspricht, ist heutzutage das größte unabhängige Biotechunternehmen. Es wurde im Jahr 1980 durch William Bowes ins Leben gerufen. Es dauerte allerdings bis in das Jahr 1989 bis das Unternehmen die Zulassung für sein erstes Produkt Epogen erhielt, welches bei der Behandlung von Anämie mit chronischem Nierenversagen angewendet wird. Seitdem hat sich Amgen in eine 120 Mrd. US Dollar Geldmaschine entwickelt.


Hintergrundinformation


Amgen ist mit seinen Produkten in ca. 100 Ländern weltweit vertreten. Das Unternehmen konzentriert sich auf die folgenden therapeutischen Bereiche: Onkologie, Hämatologie, Herz-Kreislauferkrankungen, Entzündungen, Knochenmedizin, Nierenkrankheiten, und Neurowissenschaften. Die Medikamente des Unternehmens sind generell auf Krankheiten ausgerichtet, für die die Anzahl effektiver Behandlungsmöglichkeiten begrenzt sind.
Das meistverkaufte Produkt des Unternehmens ist Enbrel – ein Nekroseblocker – der im Zusammenhang mit Krebs entwickelt wurde und zur Behandlung rheumatischer Arthrose und anderer Autoimmunkrankheiten verwendet wird. Amgens zweitwichtigstes Produkt ist Neulasta, ein seit längerem bewährtes Medikament zur Vermeidung von Infektionen bei sich in Chemotherapie befindenden Patienten. Die folgende Übersicht zeigt die Namen der einzelnen Medikamente innerhalb von Amgens insgesamt 16 Produkte umfassenden Produktportfolios (Quelle: Amgen):



Amgens Geschäftsmodell besteht darin, mit Hilfe der umfassenden Ressourcen sowie des Know-hows des Unternehmens in der Humanbiologie komplett neue pharmazeutische Produkte zu entwickeln. Seit den Anfängen der Gentechnologie ist Amgen mit von der Partie, wenn es darum geht die damit verbundenen Techniken und Wissenssprünge für bahnbrechende neue Forschung zu verwenden. Seit seiner Gründung konzentriert sich das Unternehmen vor allem darauf, Medikamente für schwere Krankheiten zu entwickeln. Ein gutes Beispiel ist Repatha, ein Medikament, das einen Inhibitor enthält, welcher eine zusätzliche Reduzierung von LDL Cholestorol bei Risikopatienten bewirkt. Angesichts der Größe des Marktes für Herz-Kreislauferkrankungen ist Repatha gleichzeitig einer der größten Hoffnungsträger des Unternehmens. Das Medikament ist noch relativ neu, denn es ist erst seit gut einem Jahr auf dem amerikanischen Markt und erst in Teilen Europas erhältlich.

Die Umwandlung von Amgens erfolgreicher Produktentwicklung in finanzielle Ergebnisse ist ausgesprochen beeindruckend. Im Jahr 2016 erzielte das Unternehmen einen freien operativen Cashflow in Höhe von 9,6 Mrd. Dollar. Mit einer sagenhaften Quote von 42 % wird jeder Dollar Verkaufserlös in freien operativen Cashflow für Amgens Aktionäre umgewandelt – eine Quote, die man selbst unter den profitabelsten US Unternehmen nur schwerlich findet. Dabei weist das Unternehmen bereits ohnehin schon eine sehr hohe Liquidität von 38,1 Mrd. Dollar aus. Aus diesem Grund wird das liquide Vermögen in zunehmendem Masse an die Aktionäre ausgeschüttet. Im Jahr 2016 verwendete Amgen 3 Mrd. Dollar für Aktienrückkäufe und schüttete zudem den gleichen Betrag Dividendenform (knapp 3% Dividendenrendite) an die Aktionäre aus.

Trotz des außerordentlichen finanziellen Erfolgs ist bei Amgens Management keine Spur von Selbstzufriedenheit auszumachen. Strategische Initiativen und Innovation sorgen weiterhin für Wachstum. Im Jahr 2016 lag das Umsatzwachstum bei 6%, was mit einer Verdopplung dieser Wachstumsrate in Gewinnwachstum von 12% umgemünzt werden konnte. Um langfristig zu wachsen, verlässt sich Amgen nicht einfach nur auf Trends, wie eine stetig älter werdende Gesellschaft oder immer häufiger vorkommende Herz-Kreislaufkrankheiten. Vielmehr setzt das Unternehmen vehement auf Innovation, um neue Produkte auf den Markt bringen zu können. Dabei kommt den Forschern des Unternehmens ein beispielloses Forschungsbudget von 4 Mrd. Dollar jährlich zugute. Daneben besteht noch weiteres, „leichter“ umzusetzendes Wachstumspotential, indem man die Zulassung der Produkte des Unternehmens in möglichst vielen Ländern erreicht. 2016 erzielte Amgen mit sechs neuen Produkten für neue Behandlungsmethoden sogar ein besonders gutes Forschungsresultat. Das aussichtsreichste neue Medikament ist Repatha, welches wie bereits oben erwähnt, die Eigenschaft hat LDL, Cholesterol bei Risikopatienten zu senken. Das Medikament wurden von Ärzten in den USA sehr gut aufgenommen, was den Rückschluss zulässt, dass es sich über die kommenden Jahre zu einem wichtigen Wachstumstreiber entwickeln wird.

Anlageidee

Amgen stellt ganz klar eine Möglichkeit dar, bei einer attraktiven Bewertung und begrenztem Risiko in den Biotechsektor zu investieren. Das Unternehmen hat seit seiner Gründung vieles richtig gemacht und es gibt wenig Anlass daran zu zweifeln, dass dies zumindest kurz- bis mittelfristig so bleiben wird. Die folgende Aufstellung fasst die wichtigsten Punkte zusammen, die für Amgen sprechen:
➢ Weltmarktführer in Biotechnologie mit dem Ruf, stets an der Spitze zu bleiben
➢ Gewinnwachstum im zweistelligen Prozentbereich
➢ Profiteur langfristiger Trends wie einer immer älter werdenden Gesellschaft und einer wachsenden Anzahl von Herz-Kreislaufpatienten in den Industrieländern
➢ Attraktive Bewertung mit einem Bewertungsfaktor von 12x relativ zum freien operativen Cash-Flow

Potentielle Risiken und Schwächen

Im Zusammenhang mit Amgen sind vor allem zwei Risiken zu benennen, deren Anleger sich bewusst sein sollten. Zunächst besteht für Unternehmen aus der Biotechbranche durchgehend das Risiko, dass von Seiten der Politik Druck auf die bei lebensrettenden Medikamenten oft praktizierten hohen Preise gemacht wird. Denn diese sind der Garant für die extrem hohen Margen vieler Biotechunternehmen. Allerdings ist dieses Risiko in der Hinsicht zu relativieren, als dass Politikerattacken oft wahlpolitisch motiviert sind und relativ schnell verpuffen. Oft beschuldigen Politiker Biotech-Unternehmen, dass sie auf eine unmoralische Art und Weise mit dem Leid von Patienten das "große Geld" machen. Allerdings lässt sich das Gegenargument von Biotechunternehmen, wie Amgen, dass die Preisgestaltung vornehmlich die hohen Kosten für Forschung und Entwicklung widerspiegle, ohne eine genauere Analyse der Geschäftsberichte nur schlecht entkräften. Es ist selbstverständlich müßig zu erwähnen, dass sie die wenigsten Politiker diese Arbeit machen. So werden am Ende die Preise hauptsächlich von Angebot und Nachfrage bestimmt. Dadurch dass das Angebot an diesem extremen Ende des Komplexitätsspektrums der Medikamentherstellung – an dem Amgen positioniert ist – sehr beschränkt ist, lässt sich relativ leicht erklären, warum die Preise und letztlich die Gewinnmargen bei diesen Medikamenten so extrem hoch sind.
Das zweite anzuführende Risiko im Zusammenhang mit Amgen liegt vor allem in der Komplexität des Geschäftsmodells. Im Gegensatz zu Unternehmen, die mit Hilfe eines starken Markennamens ein Produkt vertreiben, welches von Wettbewerben nur bedingt angegriffen wird, wie dies zum Beispiel im Konsumgütersektor der Fall ist, muss Amgen immer wieder neue „Blockbuster“ entwickeln, denn ein neues entwickeltes Medikament wird nur zeitlich begrenzt beschützt. In den USA beläuft sich der Patentschutz bei Medikamenten auf 20 Jahre ab dem Zeitpunkt der Erfindung eines neuen Medikaments. Achtung dieser Zeitpunkt kann oft viele Jahre vor der Marktzulassung liegen. Ist der Patentschutz abgelaufen, wird ein Medikament durch den sodann offenen Wettbewerb oft mehr als um die Hälfte günstiger. Ein Unternehmen wie Amgen kann zu diesem Zeitpunkt nicht mehr die den zuvor den Aktionären servierten Margen gewährleisten. Stattdessen muss es das Medikament durch neue patentrechtliche geschützte Medikamente ersetzen.

Bewertung

Auch wenn es unmöglich ist, die Zukunft vorherzusehen, ist die Wahrscheinlichkeit dafür hoch, dass Amgen langfristig seinen Spitzenplatz halten wird. Trotz der großen Fortschritte, die in der Medizin erreicht wurden, gibt es noch sehr viel zu tun bis für viele komplexe Krankheiten und Verletzungen effektive medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten angeboten werden können. Amgen verfügt über die mit deutlichem Abstand beste Ausgangsposition in der Branche auf Jahre hinaus. Vor diesem Hintergrund ist es nur schwer vorstellbar, dass die Profitabilität des Unternehmens abnehmen könnte. Im Gegenteil, die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Unternehmenswert Amgens zumindest im Gleichschritt mit dem leicht zweistelligen Gewinnwachstum weiter wachsen wird, ist hoch. Vor diesem Hintergrund erscheint das 2017er KGV von 15x moderat. Wir wären auch nicht überrascht, falls es zu einem Anstieg der Unternehmensbewertung durch eine Erhöhung des Bewertungsfaktors kommen würde. Schließlich ist eine Dividendenrendite von 3% auch nicht zu verachten.


Offenlegung: Der UCITS Investment Fonds Europa One, für den wir als Investment Advisor agieren, hält Aktien von Amgen, Inc.




Ulrich Ebensperger
© Zonebourse.com 2017
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Haftungsausschluss: Die von Surperformance SAS, Herausgeber der Website 4-traders.com, veröffentlichten Analysen haben keinen vertraglichen Wert und stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten dar. Die auf der Website 4-traders.com dargestellten Beiträge und Inhalte sind von rein informativer Natur.
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Unternehmensprofil
Amgen ist einer der größten Biotechnologiekonzerne der Welt. Der Umsatz ist wie folgt auf die verschiedenen Ertragsquellen verteilt: - Verkauf von Medikamenten (95,2%): Medikamente zur Behandlung von Krebs, Störungen des Metabolismus, Knochenkrankheiten, Niereninsuffizienz, Hämophilie, usw.; -... 
Weitere Informationen über das Unternehmen
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Finanzkennziffern ($)
Umsatz 2017 22 637 Mio
EBIT 2017 11 757 Mio
Nettoergebnis 2017 8 151 Mio
Schulden 2017 2 923 Mio
Div. Rendite 2017 2,60%
KGV 2017 15,71
KGV 2018 15,49
Marktkap. / Umsatz 2017 5,77x
Marktkap. / Umsatz 2018 5,29x
Marktkap. 127 717 Mio
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Chart AMGEN
Laufzeit : Zeitraum : Tag
Amgen : Chartanalyse Amgen | AMGN | US0311621009 | 4-Traders
Laufzeit : Zeitraum : Woche
Amgen : Chartanalyse Amgen | AMGN | US0311621009 | 4-Traders
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Revision Gewinn/Aktie, 7 Tage
Revision Gewinn/Aktie, 4 Monate
Revision Gewinn/Aktie, 1 Jahr
Revision Umsatz, 4 Monate
Revision Umsatz, 1 Jahr
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