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Ölpreise unter Druck - Furcht vor Handelsstreit

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11.07.2018 | 18:24

NEW YORK/LONDON (awp international) - Die Ölpreise sind am Mittwoch wegen neuer Sorgen vor einer Eskalation des weltweiten Handelskonflikts deutlich gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete zuletzt 76,30 US-Dollar. das waren 2,56 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im August fiel um 1,78 Dollar auf 72,34 Dollar.

Die Sorge vor einer Verschärfung des Handelskonflikts habe die Rohstoffmärkte zur Wochenmitte generell unter Druck gesetzt und die Ölpreise mit nach unten gezogen, hiess es von Marktbeobachtern. Der Handelsstreit zwischen den USA und China könnte die Weltwirtschaft insgesamt belasten und damit die Öl-Nachfrage bremsen, sagte Analyst Peter O?Connor vom australischen Beratungsunternehmen Shaw and Partners.

Zuvor hatte die USA eine weitere Liste mit möglichen Strafzöllen auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar vorgelegt. Für den Fall des Inkrafttretens der neuen Zölle hat die Regierung in Peking Gegenmassnahmen angekündigt.

In diesem Umfeld konnte ein überraschend deutlicher Rückgang der US-Ölreserven den Ölpreisen keinen nachhaltigen Auftrieb geben. Die Lagerbestände hatten laut dem Energieministerium in der vergangenen Woche um 12,6 Millionen Barrel auf 405,2 Millionen Barrel nachgegeben. Das war der stärkste Rückgang seit September 2016. Analysten hatten hingegen im Mittel lediglich eine Verringerung um 3,9 Millionen Barrel erwartet. Die US-Ölproduktion stagnierte weiter auf dem Rekordstand von 10,9 Millionen Barrel pro Tag.

Unterdessen will Libyen seine Ölexporte über die Häfen im Osten wieder aufnehmen, nachdem der Export im vergangenen Monat aufgrund heftiger Kämpfe gestoppt worden war./tos/he

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