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Aktienanalyse
Ein Unternehmen ganz nach dem Geschmack von Warren Buffet
verzögerte Kurse. Verzögert Nyse - 19.01. 19:41:00
Kurs
$155.59
 
Veränderung
+1.94%
 
Marktkap.
$8.04Mrd.
 
KGV 2017
17.02x
Thor Industries ist der weltweit größte Hersteller von Wohnmobilen (einschließlich Wohnmobilanhängers) -- obwohl das Unternehmen 91% seines Umsatzes ausschließlich in Nordamerika erzielt. Doch der hiesige Markt ist einfach so groß, dass es trotzdem zum Weltmarktführer reicht. Die zu Thor Industries gehörenden Marken, wie Airstream, Cruiser, Starcraft oder Dutchmen, um nur einige zu nennen, sind allgemein bekannt.
 

 

Das Unternehmen in seiner heutigen Form geht aus einer Reihe von Akquisitionen hervor - in der Regel wurden kleinere und weniger gut kapitalisierte Wettbewerber übernommen. Der „Track Record“ bei der Integrierung der übernommenen Unternehmen ist tadellos. Über 37 Jahre schaffte man kontinuierliches Wachstum, ohne auch nur ein einziges Jahr mit Verlust zu verzeichnen.


Thors Umsatz hat sich zwischen 2008 und 2017 nahezu verdreifacht auf 7,2 Mrd. USD Gleichzeitig konnte der Gewinn über den gleichen Zeitraum um das Vierfache gesteigert werden. Er wird von den Analysten für das Jahr 2017 bei 374 Mio. USD erwartet (2008: 93 Mio. USD). Die operative Marge war stabil zwischen 5 und 8%, konnte die Range zuletzt jedoch diese Range auf der Oberseite verlassen. Die Aktionäre wurden über den Betrachtungszeitraum 2008 bis 2017 entsprechend am Unternehmenserfolg beteiligt. Die Dividende wurde von 0,28 USD im Jahr 2008 auf 1,32 USD im Jahr 2017 um ca. das Fünffache angehoben.

 

 

 
Das Management steuert und kontrolliert die Betriebskosten sowie das Betriebskapital äußerst geschickt. Dies sieht man daran, dass diese Posten weit weniger schnell wachsen als der Unternehmensumsatz. Damit verbleibt unter dem Schlussstrich ein kontinuierlich wachsender Betrag für Akquisitionen und Ausschüttungen an die Aktionäre. All dies gelingt mit einem dezentralisierten Managementansatz bei dem Tochtergesellschaften mit einem erheblichen Grad an Autonomie ausgestattet werden. Gleichzeitig wird der Fokus „scharf“ gehalten, indem die Zuteilung von Kapital vom Erreichen der von den einzelnen Einheiten geforderten Vorgaben abhängig gemacht wird. Auch in diesem Zusammenhang kommt einem der Name Buffett mit dem von diesem bei Berkshire Hathaway sehr ähnlich verfolgten Ansatz in den Sinn.

In einer Industrie, die von starkem Wettbewerb, Konjunkturschwankungen und schwacher Rentabilität geprägt ist, sticht Thor mit einer Eigenkapitalrendite von 16% über die vergangenen 10 Jahre deutlich hervor. Dies wurde zudem so gut wie ohne Verwendung von Fremdkapital erreicht – eine ausgezeichnete Performance.

Wie bereits angedeutet, befindet sich in der Bilanz nicht das geringste Risiko, denn die Finanzschulden liegen nur bei 5% des Eigenkapitals.

Was uns als Aktionären (für unser Investorportfolio – USA haben wir am 11. Dezember 2017 54 Aktien erworben) an Thor besonders gefällt, ist die Tatsache, dass die Vergütung des Management zu einem Großteil aus variabler Vergütung besteht. Sage und schreibe 94% der Vergütung des Vorstandsvorsitzenden sind an das Unternehmensergebnis gebunden.

Mit der Kombination aus Wachstum, Rentabilität und einer grundsoliden Bilanz erreicht Thor bei sämtlichen Auswahlkriterien unseres Market Screeners Höchstnoten. Am Markt ist die Erfolgsgeschichte in den vergangenen Jahren nicht vorbeigegangen. Dies spiegelt sich in der Entwicklung des Aktienkurses wider, der sich innerhalb von ca. zwei Jahren von $ 50 auf $ 150 verdreifacht hat. Wenn sie auch nicht mehr als günstig zu bezeichnen ist, bleibt die Bewertung mit einem KGV von 17x für das Jahr 2018 vor dem Hintergrund des soliden Wachstums und der niedrigen unternehmensspezifischen Risiken attraktiv.

Es gilt zu bedenken, dass Analysten ob der guten Performance des Unternehmens die Prognosen für den Unternehmensgewinn kontinuierlich nach oben schrauben müssen. Die Tatsache, dass das Orderbuch mit einem Volumen von 2,3 Mrd. USD auf einem Rekordstand und doppelt so hoch wie im Vorjahr liegt, trägt ihr Übriges dazu bei. Es ist anzunehmen, dass die starke Nachfrage mit den niedrigen Benzinpreisen zusammenhängt und Thor somit einer der großen Profiteure des durch das Fracking gefallenen und gedeckelten Ölpreises ist.

Diese typische amerikanische „Success Story“ entwickelt sich also munter weiter. Es ist zu erwarten, dass Thor seine Industrie weiter konsolidieren wird. Auch international bieten sich viele Möglichkeiten, für den unwahrscheinlichen Fall, dass der amerikanische Wettbewerbshüter einschreiten sollte, z.B. bei einer potentiellen Übernahme des Kultherstellers Winnebago, welcher mit einem Marktwert von 1,8 Mrd. USD eine durchaus machbare Größenordnung darstellt. Auch das erfolgreiche französische Pendant Trigano, seinerseits ein Branchenkonsolidierer, könnte langfristig von Interesse sein. Bislang erwirtschaftet Thor wie bereits erwähnt nur 9% seines Umsatzes außerhalb der Vereinigten Staaten.

Das Management macht aus der Fortsetzung der Wachstumsstrategie durch Übernahmen kein Hehl.  Vor diesem Hintergrund wurden die Aktionäre bereits davon in Kenntnis gesetzt, dass bei der Kapitalallokation der Aufbau der Eigenmittel privilegiert werde und Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe zwar fortgesetzt aber nur in begrenztem Masse erfolgen würden.

Mit einem 2018er KGV von 17x und gutem Momentum bei neuen Höchstständen des Aktienkurses stellt Thor Industries nach unserem Vermessen eine gute Anlagechance dar. Um auf Warren Buffett zurückzukommen, es ist nicht auszuschließen, dass das Orakel von Omaha seinerseits sein Augenmerk auf Thor Industries legt. Er sind ja gerade diese Art von Erfolgsgeschichten, die ihn für sein Firmenkonglomerat interessieren. Und wie es der Zufall will, gehört Thors Konkurrent Forest River bereits zum Buffetschen Firmenimperium.


 



 

 

Artikel veröffentlicht am 18.12.2017 | 16:25

Thomas Gouttman
© 4-traders.com 2017

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