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Aktien Frankfurt Ausblick: Leichte Entspannung nach Kursverfall erwartet

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19.05.2017 | 08:26

FRANKFURT (awp international) - Nach dem von Vorwürfen gegen US-Präsident Donald Trump hevorgerufenen Kursverfall der vergangenen Tage dürften die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Freitag zunächst ihre Wunden lecken. Die Börsen in Übersee lieferten kaum klare Impulse: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial kam seit dem Xetra-Schluss kaum vom Fleck und die ostasiatischen Handelsplätze fanden keine gemeinsame Richtung.

Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsstart ein Plus von 0,11 Prozent auf 12 604 Punkte. Noch am Dienstag hatte der Leitindex bei 12 841 Punkten ein Rekordhoch erreicht, war danach aber um rund 2 Prozent abgesackt. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 deutet sich ein um rund 0,2 Prozent höherer Handelsbeginn an.

KEINE WEITEREN HIOBSBOTSCHAFTEN AUS WASHINGTON

Die Investoren seien erleichtert, dass der Abverkauf zunächst abgeklungen sei, stellte Analyst Ric Spooner vom Broker CMC Markets fest. Vorbei sein müsse es aber noch nicht. Die Akteure am Aktienmarkt würden die politische Situation mittlerweile als klares Risiko für die teils recht hohen Bewertungen sehen.

"Nach der anfänglichen Aufregung bezüglich der chaotischen Zustände im Weissen Haus scheinen sich die Gemüter der Marktteilnehmer wieder zu beruhigen", schrieb Commerzbank -Analyst Thu Lan Nguyen. Denn zur Abwechslung habe es am Donnerstag mal keine neuen Enthüllungen rund um den FBI- und Russland-Skandal gegeben. Stattdessen sei die politische Agenda der Trump-Regierung in den Vordergrund getreten.

K+S VORBÖRSLICH FEST - SPEKULATIONEN UM KAPITALERHÖHUNG

Die Aktien von K+S profitierten vorbörslich von Spekulationen um eine bevorstehende Kapitalerhöhung. Auf der Handelsplattform Tradegate verteuerten sich die Papiere des Düngemittelkonzerns im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag zuletzt um 2,1 Prozent auf 23,35 Euro. Händler verwiesen auf eine Meldung des Börsendienstes "Platow Brief", wonach K+S eine Privatplatzierung bei einem ausgesuchten Investor anstrebe. Im Gespräch sei ein Platzierungspreis von 26 Euro je Aktie.

Die Anteilsscheine von Hypoport stiegen nach einem positiven Analystenkommentar auf Tradegate um 2,8 Prozent auf 107,25 Euro. Gerhard Orgonas von der Privatbank Berenberg hob seine Gewinnerwartungen für den Finanzdienstleister an und erhöhte das Kursziel von 105 auf 154 Euro. Angesichts des Kurspotenzials von fast 48 Prozent stuft er die Aktien mit "Buy" ein. Die Hypoport-Papiere waren erst im Wochenverlauf auf ein Rekordhoch bei 109,35 Euro gestiegen. Trotz des inzwischen leichten Rücksetzers kosten sie immer noch knapp 73 Prozent mehr als zum Zwischentief im November.

Wie bereits an den Vortagen werden auch am Freitag wieder einige Aktien von Unternehmen, die am Donnerstag ihre Hauptversammlung hatten, mit einem Dividendenabschlag gehandelt. Unter anderem dürften sich die Kurse der Deutschen Bank , von United Internet , Drillisch und Capital Stage dadurch verbilligen./edh/fbr

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