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Aktien Frankfurt Schluss: Starker Euro belastet Dax nach Erholung etwas

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14.07.2017 | 18:20

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> hat sich zum Ende einer insgesamt freundlichen Woche mit einem knappen Minus aus dem Handel verabschiedet. Als Belastung erwies sich der nach durchwachsenen US-Konjunkturdaten anziehende Eurokurs <EU0009652759>, der tendenziell die Exportchancen der deutschen Unternehmen in Ländern außerhalb des Währungsraums schmälern kann.

Nach einem lange kaum bewegten Verlauf schloss der deutsche Leitindex 0,08 Prozent tiefer bei 12 631,72 Punkten. Auf Wochensicht behauptete er aber ein Plus von fast 2 Prozent - vor allem dank des deutlichen Kursgewinns am Mittwoch, als die amerikanische Notenbankpräsidentin Janet Yellen die Anleger mit mit moderaten geldpolitischen Signalen beruhigt und dem Dax wieder nachhaltig über die psychologisch wichtige Marke von 12 500 Punkten verholfen hatte.

Etwas besser als der Dax schlugen sich am Freitag die deutschen Nebenwerte-Indizes: Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax <DE0008467416> gewann 0,33 Prozent auf 25 162,38 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax <DE0007203275> rückte um 0,44 Prozent auf 2298,90 Zähler vor.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> kam mit einem Minus von 0,05 Prozent auf 3525,94 Punkte kaum vom Fleck. Der Pariser CAC-40-Index <FR0003500008> trat auf der Stelle, während der Londoner FTSE 100 <GB0001383545> knapp ein halbes Prozent verlor. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> nnotierte zum europäischen Börsenschluss minimal im Plus.

BANKEN SCHWACH - ZAHLEN VON JPMORGAN ENTTÄUSCHEN

Negativ aufgenommene Quartalszahlen der US-Bank JPMorgan <US46625H1005> spiegelten sich in einem Kursrückgang von 0,91 Prozent bei der Deutschen Bank <DE0005140008> wider. Die Amerikaner erzielten ein enttäuschendes Ergebnis im Anleihegeschäft. Dieser Bereich sei für Deutschlands größtes Finanzinstitut das mit Abstand wichtigste Standbein in den USA, erklärte ein Börsianer. Die Aktien von Dax-Schlusslicht Commerzbank <DE000CBK1001> verloren in diesem negativen Branchenumfeld 1,20 Prozent.

Im TecDax profitierte das Biotech-Unternehmen Morphosys <DE0006632003> deutlich von der US-Zulassung eines wichtigen Medikaments: Die Aktien erreichten bei 68,73 Euro den höchsten Stand seit August 2015 und schlossen 6,98 Prozent fester bei 66,80 Euro. Der Lizenznehmer Janssen Research & Development erhielt die Verkaufsgenehmigung für Tremfya (Guselkumab) zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Schuppenflechte in den USA. Das Mittel ist auf Basis von Morphosys' Antikörper-Bibliothek HuCAL entwickelt worden, weshalb das Unternehmen eine Meilensteinzahlung von Janssen erhält.

SMA SOLAR KLETTERN AUF HOCH SEIT SEPTEMBER

Dahinter setzten die Aktien von SMA Solar <DE000A0DJ6J9> ihre jüngste Klettertour fort: Mit einem Plus von 5,69 Prozent auf 29,92 Euro erreichten die Titel des Solarkonzerns den höchsten Stand seit dem vergangenen September. Börsenhändler Andreas Lipkow verwies auf positive Aussagen in einem Anlegermagazin. Am Donnerstag war zudem ein Wartungsauftrag des US-amerikanischen Projektentwickler Cypress Creek Renewables bekannt geworden.

Die Titel von Rocket Internet <DE000A12UKK6> legten im SDax <DE0009653386> um 0,94 Prozent zu. Der Berliner Startup-Entwickler trennt sich laut dem "Handelsblatt" (Freitag) vom Kreditmarktplatz Lendico und verkauft seinen Anteil wohl an den britischen Hedgefonds Arrowgrass.

SALZGITTER-AKTIE PROFITIERT VON LAMPE-STUDIE

Die Aktien von Salzgitter <DE0006202005> gehörten mit plus 3,21 Prozent zu den MDax-Favoriten. Sie profitierten von einer neuen Kaufempfehlung des Bankhauses Lampe. Er sei deutlich optimistischer in Bezug auf die Gewinnentwicklung des Stahlherstellers für 2017 und darüber hinaus geworden, begründete Analyst Marc Gabriel seinen Schritt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,32 Prozent am Vortag auf 0,33 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> fiel um 0,06 Prozent auf 140,43 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,08 Prozent auf 161,16 Punkte vor. Der Kurs des Euro stieg zuletzt auf 1,1456 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1415 (Donnerstag: 1,1417) Dollar festgesetzt./gl/mis

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---


© dpa-AFX 2017
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