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Aktien New York Schluss: Verluste verringert - Zinsangst nur kurzlebig

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10.01.2018 | 22:20

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Angst an der Wall Street vor steigenden Zinsen hat sich am Mittwoch als recht kurzlebig erwiesen. Die wichtigsten US-Börsenindizes, die zuletzt Rekordmarken in Serie aufgestellt und damit an das starke Vorjahr angeknüpft hatten, konnten ihre ohnehin bescheidenen Verluste im Handelsverlauf eindämmen.

Zum Schluss stand der Dow Jones Industrial <US2605661048> noch 0,07 Prozent im Minus bei 25 369,13 Punkten - zwischenzeitlich hatte es der Leitindex sogar knapp in positives Terrain geschafft. Beim marktbreiten S&P 500 <US78378X1072> stand letztlich ein Kursrückgang von 0,11 Prozent auf 2748,23 Zähler zu Buche und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 <US6311011026> sank noch um 0,23 Prozent auf 6662,66 Punkte.

Auslöser für die anfangs größeren Kursabschläge war eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg, welche die Kurse von US-Staatsanleihen unter Druck gesetzt und entsprechend die Renditen für die festverzinslichen Wertpapiere nach oben getrieben hatte - diese gewannen dadurch gegenüber Dividendenpapieren an Attraktivität.

Unter Berufung auf informierte Kreise hatte es geheißen, China denke über eine Verringerung oder gar einen Stopp seiner Käufe von US-Staatsanleihen nach. Das Land ist der größte Gläubiger der USA, ein Stopp der Kreditvergabe durch China wäre ein schwerer Schlag für die größte Volkswirtschaft der Welt - zumal in einer Zeit rückläufiger Anleihebestände der amerikanischen Notenbank und einer absehbar weiter steigenden US-Staatsverschuldung. Derweil rechnen die Experten von Capital Economics nicht mit einem weiteren substanziellen Renditeanstieg - auch wenn die jüngste Entwicklung zunächst noch weitergehen dürfte.

Zuletzt konnten die US-Staatsanleihen indes ihre Verluste gutmachen, so dass auch die Renditen entsprechend wieder zurückkamen. Richtungweisende zehnjährige Papiere zeigten sich unbewegt bei 97 12/32 Punkten und rentierten mit 2,55 Prozent. Der Euro <EU0009652759> fand nach einer mehrtägigen Schwächephase gegenüber dem US-Dollar am Mittwoch wieder den Weg nach oben und kostete zuletzt 1,1956 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1992 (Dienstag: 1,1932) Dollar festgesetzt.

Kursbewegende Unternehmensnachrichten waren am Mittwoch noch spärlicher gesät als tags zuvor. Die Aktien von GoPro <US38268T1034> setzten mit minus 1,94 Prozent ihre Talfahrt fort, die am Montag begonnen hatte. Auslöser waren der Ausstieg des Actionkamera-Herstellers aus dem Drohnen-Geschäft und ein gesenktes Umsatzziel gewesen.

Zuletzt wurde bekannt, dass ein Investor das Unternehmen verklagt, weil dieses bei einer Analystenkonferenz im November nicht über seine Probleme informiert habe. Zu einem Bericht, wonach GoPro die Bank JPMorgan mit der Prüfung verschiedener Optionen wie einem Verkauf oder einer Partnerschaft beauftragt habe, äußerte sich das Unternehmen nicht.

Derweil ließen Beschuldigungen von US-Kunden gegen den heimischen Autobauer Ford <US3453708600> dessen Aktien vergleichsweise kalt: Sie verloren mit 0,38 Prozent weniger als die der Konkurrenten General Motors (GM) <US37045V1008> und Fiat Chrysler <NL0010877643>. Wie aus einer am Mittwoch bei einem Detroiter Gericht eingereichten Klage hervorgeht, werfen Kunden Ford vor, mit illegaler Software bei mindestens 500 000 Diesel-Trucks die Messwerte des Schadstoffs Stickoxid manipuliert zu haben.

Hinter dem Verfahren steht die US-Kanzlei Hagens Berman, die bereits ähnliche Sammelklagen gegen Volkswagen <DE0007664039>, Fiat Chrysler, GM und Daimler <DE0007100000> eingereicht hat. Bislang kam dies aber nur Volkswagen teuer zu stehen./gl/he


© dpa-AFX 2018
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