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Aktien Schweiz Eröffnung: SMI verzeichnet nach unsicherem Start leichte Avancen

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14.03.2018 | 10:16

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Mittwoch mit kaum veränderten Kursen eröffnet, ist unmittelbar nach der Eröffnung aber in positives Territorium vorgestossen. Nach den negativen Vorgaben aus Übersee und den starken Verlusten des SMI vom Vortag startet dieser zumindest einen Stabilisierungsversuch. Geprägt bleibt die Stimmung zum Börsenstart von den neuen Turbulenzen um die Regierung in den USA. Die abrupte Entlassung des US-Aussenministers Rex Tillerson durch Präsident Donald Trump sorgt weiterhin für Irritationen, ist aber mit den Abgaben vom Dienstag nun eingepreist.

Das Geschehen in den obersten Rängen der US-Administration werde an den Märkten immer mehr als Zeichen für Unordnung oder gar als Chaos wahrgenommen, hiess es in Börsenkreisen. Dies sorge zunehmend für Verunsicherung, zumal das Team von Trump den Finanzmärkten gegenüber immer weniger wohlwollend erscheine. Im Tagesverlauf rücken weitere Konjunkturdaten aus den USA in den Fokus, insbesondere die Daten zu den Produzentenpreisen, welche neue Hinweise zur Inflation liefern werden.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 09.30 Uhr 0,24% höher bei 8'902,09 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 0,18% auf 1'456,48 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,20% auf 10'317,01 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 22 im Plus und 8 im Minus.

Insgesamt ist der Informationsfluss mit Blick auf die Bluechips am Berichtstag sehr dünn, entsprechend zeigen auch die einzelnen Titel kaum auffällige Bewegungen.

An der Tabellenspitze finden sich Swisscom, Logitech (je +0,8%) und Partners Group (+0,7%). Für Swisscom hat JP Morgan das Kursziel deutlich erhöht, damit aber lediglich die starke Kursentwicklung der Aktie im vergangenen Jahr nachvollzogen. Das Rating lautet unverändert "Underweight". Das neue Kursziel von 480 CHF liegt denn auch noch immer klar unter dem aktuellen Wert je Swisscom-Aktie von rund 510 CHF.

Avancen im Bereich von jeweils leicht über 0,5% verzeichnen noch die Aktien der Versicherer Swiss Life und Zurich, von Sonova, Dufry und Novartis. Letztere stützen den Gesamtmarkt damit etwas mehr als die ebenfalls freundlich tendierenden Nestlé (+0,4%) und Roche (+0,1%). Dufry wird am morgigen Donnerstag über das Geschäftsjahr 2017 berichten.

Geberit, welche am Vortag nach guten Jahresergebnissen weniger nachgaben als der Gesamtmarkt, fallen mit einem Plus von 0,1% im breiten Mittelfeld kaum auf. Für diese hat die UBS das Kursziel etwas gesenkt, die Einstufung "Neutral" aber belassen. An anderer Stelle hiess es im Nachgang zu den Zahlen des Sanitärtechnikkonzerns, dass das höchste je erreichte Betriebsergebnis die Solidität des Geschäftsmodells erneut unterstreiche.

Auch die Kursentwicklung von Swatch (+0,2%) bietet kaum Gesprächsstoff. Der Uhrenkonzern hält am heutigen Mittwoch seine Bilanzmedienkonferenz ab, da die Zahlen aber bereits im Februar bekanntgegeben wurden, ist das Überraschungspotential eher klein.

Auf der Verliererseite stechen einmal mehr Aryzta (-2,3%) heraus. Nach guten Avancen in der Vorwoche ist das damit bereits wieder der dritte Verlusttag in Folge. Deutlichere Einbussen erleiden noch Givaudan (-1,5%) und Vifor Pharma (-0,6%). Auch Vifor Pharma wird am Donnerstag die Zahlen vorlegen.

Zur kleinen Schar der Verlierer gehören zudem Credit Suisse (-0,2%). Die Titel stehen etwas im Fokus, nachdem sich CEO Tidjane Thiam in einem Interview unter anderem zur künftigen Verwendung überschüssiger Mittel geäussert hat. Demnach zieht er Aktienrückkäufe der Dividendenauszahlung vor.

Im breiten Markt fallen Siegried (-2,5%) mit deutlicheren Abgaben auf. Das Unternehmen hat 2017 lediglich mit dem Umsatz die Markterwartungen halbwegs erfüllt, der Gewinn fiel dagegen deutlich tiefer aus als prognostiziert, was in Marktkreisen denn auch als Enttäuschung hervorgehoben wurde.

Nur moderat geben Sunrise (-0,2%) nach, welche von JP Morgan auf "Neutral" von "Overweight" zurückgestuft wurden. Die Aktien würden nahe an ihrem fairen Wert gehandelt, hiess es unter anderem dazu vom US-Institut.

Dagegen ziehen Tecan (+0,7%) nach Zahlen und Conzzeta (+0,2%) nach einer kleineren Akquisition über die Tochtergesellschaft Schmid Rhyner etwas an.

cf/tp

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