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Aktien Schweiz: SMI kaum verändert - Richemont im Fokus

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11.01.2018 | 13:07

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Donnerstagmittag kaum verändert zum Vortagesschluss. Der Leitindex SMI startete zunächst erholt nach dem Rücksetzer am Vortag, gab dann aber wieder leicht ab. Händler sprechen von einer Stabilisierung und einer etwas abwartenden Haltung nach den seit Jahresstart erreichten Rekordständen. Die Beruhigung an den Anleihemärkten wird von Marktteilnehmern positiv gewertet.

Am Vortag hatten Bedenken um die Nachfrage nach US-Anleihen aus China für Abwärtsdruck gesorgt. Die Meldung, wonach die Volksrepublik weniger oder gar keine US-Staatsanleihen mehr kaufen könnte, wurde von der Regierung inzwischen dementiert. Ein weiterer Faktor, der derzeit an den Märkten für Bewegung sorgt, ist der jüngste Ölpreisanstieg. Aus der Eurozone kamen am Morgen noch positive Industrie-Daten. Die Produktion stieg im November stärker als erwartet. Die Investoren werden zudem auf das Sitzungsprotokoll der EZB schauen, sowie am Nachmittag auf die Erzeugerpreise in den USA.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 11.50 Uhr 0,04% tiefer bei 9'530,71 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) liegt indes 0,05% höher auf 1'552,47 Zählern und der breite Swiss Performance Index (SPI) verliert wiederum 0,07% auf 10'919,30 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 16 im Minus und 14 im Plus.

Die Richemont-Aktien (+1,2%) gehören nach Zahlen zu den grössten Gewinnern unter den Blue Chips. Der Luxusgüterkonzern hat den Gruppenumsatz im dritten Quartal zwar nur leicht gesteigert, in Lokalwährungen wurde jedoch ein Plus von 7% ausgewiesen, was in ersten Analystenkommentaren positiv gewertet wird. Insbesondere das Geschäft in Asien und die Schmucksparte entwickelten sich positiv. Die Aktien des reinen Uhrenherstellers Swatch (+0,1%) können nur leicht zulegen.

Zu den übrigen deutlicheren Gewinnern zählen LafargeHolcim (+1,2%), Zurich (+1,1%) oder Givaudan (+1,0%). Für die CS-Titel (+0,6% auf 17,97 CHF) hat Natixis die Bewertung auf "Buy" von "Neutral" und das Kursziel auf 21 von 14,50 CHF angehoben. UBS (-0,1%) geben demgegenüber leicht ab.

Die Aktien des Vermögensverwalters Partners Group (-0,4%) sind nach den veröffentlichten Zahlen und anfänglichen Aufschlägen ins Minus gedreht. Die Analystenerwartungen wurden mit dem Wachstum des verwalteten Vermögens klar übertroffen. Auch das neue Jahr habe mit einer soliden Nachfrage begonnen. Analysten rechnen mit einer Anhebung der Konsensschätzungen. Angesichts der starken Aktienperformance der Vormonate seinen Gewinnmitnahmen eingetreten, hiess es im Handel. Partners Group hatten 2017 um rund 40% zugelegt.

Nestlé (-0,6%) werden von einer Herabstufung durch die UBS gedrückt. Das Rating wird auf "Neutral" von "Buy" und das Kursziel auf 88 von 92 CHF zurückgenommen. Nach dem jüngsten Anstieg seien die Titel angemessen bewertet, heisst es. Die Wachstumsbeschleunigung werde wohl länger dauern als gedacht und eine erhebliche Erhöhung der EPS-Konsensschätzungen sei unwahrscheinlich, ausser es gebe wesentliche Portfolio-Änderungen. Auch hierzu gab es News. Laut Kreisen könnte das zum Verkauf stehende US-Süsswarengeschäft an die italienische Ferrero gehen. Das Volumen wird auf 2,8 Mrd USD geschätzt.

Die Pharma-Schwergewichte Roche (-0,6%) und Novartis (-0,3%) belasten den SMI ebenfalls. Novartis hat mit Elizabeth Barrett, die von Pfizer zum Basler Konzern wechselt, eine neue Onkologie-Chefin berufen.

Sonova (-2,5%) knüpfen als schwächste SMI/SLI-Titel an die deutlichen Abgaben des Vortages an. In einer Marktbewertung hatte sich Bernstein positiv zur Entwicklung im US-Hörgerätemarkt im Schlussmonat 2017 geäussert. Der Marktanteil von Sonova im wichtigen Veteranen-Markt ist jedoch weiter rückläufig.

Gegen Clariant (-0,8%, 27,53 CHF) hat die SIX eine Untersuchung rund um die Bekanntgabe der Huntsman-Fusion wegen Verstoss gegen die Ad-hoc-Publizität begonnen. Gewichtiger dürfte jedoch die Herabstufung durch Merrill Lynch auf "Neutral" von "Buy" sein.

Am breiten Markt hat Bossard (+1,7%) einen Umsatzanstieg für das Gesamtjahr 2017 im Rahmen der Erwartungen gemeldet. KTM Industries (+5,6%) hat den Absatz bei den Motorradmarken KTM und Husqvarna im Vorjahr deutlich gesteigert.

Bereits am Vorabend hatte Ascom (-1,8%) Umsatz und EBITDA-Marge für 2017 bekanntgegeben. Die Werte lagen am unteren Ende der Guidance. Zudem hat das Unternehmen einen Auftrag aus den Niederlanden gemeldet.

yr/ra

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