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EU treibt Energiewende voran: 2030 fast ein Drittel Ökoenergie

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14.06.2018 | 16:15

(Neu: Weitere Details)

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Für den Klimaschutz drückt Europa beim Ausbau der erneuerbaren Energien aufs Tempo: Statt 27 Prozent soll Ökoenergie 2030 schon 32 Prozent des gesamten Bedarfs decken. Dabei sollen neue Regeln es Bürgern leichter machen, Strom vom eigenen Dach ins Netz einzuspeisen. Auf das Kompromisspaket einigten sich Unterhändler aller EU-Institutionen in der Nacht zum Donnerstag. Das Echo war überwiegend positiv. Umweltschützern ist das Ausbauziel aber nicht ehrgeizig genug.

Es liegt über der Marke von 30 Prozent, die Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier angestrebt hatte. Auch soll es 2023 noch einmal überprüft und möglicherweise nachgeschärft werden. EU-Klimakommissar Miguel Arias Canete lobte die Vereinbarung. "Erneuerbare sind gut für Europa, und heute ist Europa auch gut bei den Erneuerbaren", erklärte er. "Diese Vereinbarung ist ein hart erkämpfter Sieg für unsere Bemühungen, das wahre Potenzial für Europas Energiewende zu heben."

Gemeint ist sowohl Ökostrom aus Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse als auch erneuerbare Energien zum Heizen und Kühlen sowie für den Verkehr. Der Anteil lag zuletzt in der gesamten EU bei rund 17 Prozent. Der rasche Ausbau soll helfen, die EU-Ziele für den Klimaschutz einzuhalten. 2030 soll der Ausstoß von Kohlendioxid um mindestens 40 Prozent unter dem Wert von 1990 liegen. Dafür soll letztlich die gesamte Energieversorgung umgebaut werden.

Die Kommission hatte ursprünglich ein Erneuerbaren-Ziel von 27 Prozent bis 2030 vorgeschlagen, das Europaparlament wollte eigentlich 35 Prozent. Der jetzt erzielte Kompromiss ist maßgeblich, wenn er von allen Seiten auch formal bestätigt wird.

CDU, SPD und Grüne im Europaparlament zeigten sich überwiegend zufrieden. "Die Energiewende wird preiswerter und einfacher", meinte der CDU-Europaparlamentarier Peter Liese. Er lobte auch die weitere Unterstützung für Biokraftstoffe, die Teil des Pakets ist. Die Förderung von Palmöl soll jedoch auslaufen. Der Grünen-Abgeordnete Martin Häusling kritisierte scharf, dass dies bis 2030 dauern soll: So lange werde weiter Regenwald für Palmölplantagen gefällt.

Umweltschützer zeigten sich über die Zielvorgabe enttäuscht. "Viel mehr Ehrgeiz ist nötig", um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, erklärte das Climate Action Network in Brüssel. Das Abkommen gibt vor, dass die Temperatur weltweit nicht mehr als zwei Grad steigen soll, möglichst nur um 1,5 Grad, jeweils gemessen an vorindustriellen Zeiten.

Greenpeace erklärte ebenfalls, das 32-Prozent-Ziel greife viel zu kurz. Doch lobte der Umweltverband die neuen Regelungen zur Einspeisung von selbst erzeugtem Ökostrom ins öffentliche Netz. Bald könne es Solarpanele auf Millionen weiteren Dächern in der EU geben, weil es kleinen Erzeugern leichter gemacht werde, ohne zusätzliche Steuern oder Bürokratie Strom zu liefern, sagte Greenpeace voraus.

"Heute feiern wir, dass zum ersten Mal das Recht auf Beteiligung am Energiemarkt im Rahmen der Bürgerenergie europaweit gesetzlich verankert wurde", kommentierte Greenpeace-Experte Sebastian Mang. Verstörend sei jedoch, dass die Bundesregierung sich zusammen mit Ländern wie Polen und Ungarn gegen einen ambitionierteren Ausbau der Erneuerbaren gewehrt habe.

Die EU-Unterhändler hatten am Mittwoch auch über eine Verbesserung der Energieeffizienz verhandelt, aber keine Einigung erzielt./vsr/DP/edh


© dpa-AFX 2018
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