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EZB-Chefvolkswirt Praet gegen schnelle Straffung der Geldpolitik

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13.09.2017 | 20:01

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Peter Praet, hat sich gegen eine schnelle Straffung der Geldpolitik im gemeinsamen Währungsraum ausgesprochen. Es sei noch zu früh, im Kampf gegen die ungewöhnlich niedrige Inflation den Sieg auszurufen, sagte Praet am Mittwochabend laut Redetext in Frankfurt. Vielmehr müsse sich die EZB bei ihrer Geldpolitik weiter geduldig und beharrlich zeigen.

"Unsere Mission ist noch nicht beendet", sagte der Währungshüter. Nach wie vor stemmt sich die Notenbank mit einer Nullzinspolitik und einem milliardenschweren Anleihekaufprogramm gegen die vergleichsweise niedrige Inflation im Euroraum. Erste Hinweise auf ein Eindämmen der Geldflut erwarten Experten frühestens im Oktober.

Die Dynamik der Preisentwicklung sei nach wie vor gedämpft, sagte Praet weiter. Im August lag die Inflation in der Eurozone bei 1,3 Prozent und damit weiter unter dem anvisierten Ziel von knapp zwei Prozent, bei dem die EZB die Stabilität der Währung als gewährleistet ansieht./jkr/stb


© dpa-AFX 2017
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