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Klimawandel : Bundesbank für stärkere Beachtung der Risiken

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02.10.2017 | 13:11
Dombret member of the board of the Deutsche Bundesbank speaks during news conference in Frankfurt

Frankfurt (Reuters) - Die Auswirkungen des Klimawandels für die Finanzwirtschaft sollten laut Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret stärker unter die Lupe genommen werden.

Extreme Wetterphänomene beispielsweise könnten erhebliche Verluste für Staaten und Privatwirtschaft nach sich ziehen, sagte Dombret am Montag auf einer Veranstaltung in Singapur laut Redetext. "Falls Verluste nicht versichert sind, sind Banken und andere Finanzinstitute betroffen." Auch könnten die Kreditrisiken für Institute steigen, sollte sich die Ertragslage von Firmen verschlechtern. Die Finanzwirtschaft müsse zudem die Folgen von Änderungen in der Klimapolitik der Regierungen beachten. So hätten beispielsweise an den Börsen Aktien von US-Kohleproduzenten in den vergangenen Jahren starke Kursverluste erlitten.

Die jüngste Serie von Wirbelstürmen, die binnen weniger Wochen über Nord- und Mittelamerika hinweggezogen waren und dabei schwere Verwüstungen verursachten, haben die Klimapolitik verstärkt in die Schlagzeilen gerückt. Dombret verwies auf Berechnungen, wonach allein der Hurrikan Harvey Schäden in Höhe von 180 Milliarden Dollar verursacht haben könnte. Damit wären sogar die geschätzten 160 Milliarden Dollar an Kosten übertroffen, die 2005 der Wirbelsturm Katrina auslöste.

"Wir mögen die Risiken identifiziert haben, aber wir wissen nicht wie gravierend sie sind. Das muss sich ändern", sagte Dombret. Banken sollten beispielsweise Klimagefahren in ihrem Risikomanagement stärker berücksichtigen - etwa bei der Finanzierung langfristiger Projekte. Die Bankenaufsicht könne zudem dafür sorgen und sicherstellen, dass diese Risiken von den Geldhäusern auch beachtet und ernst genommen würden.

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