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One Square Advisory Services GmbH: Laurèl GmbH: Information der Anleihegläubiger über den Insolvenzplan

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19.05.2017 | 09:22

    One Square Advisory Services GmbH: Laurèl GmbH: Information der Anleihegläubiger
über den Insolvenzplan

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DGAP-News: One Square Advisory Services GmbH / Schlagwort(e): Anleihe
One Square Advisory Services GmbH: Laurèl GmbH: Information der
Anleihegläubiger über den Insolvenzplan

19.05.2017 / 09:20
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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One Square Advisory Services GmbH: Laurèl GmbH: Information der
Anleihegläubiger über den Insolvenzplan

München, 19. Mai 2017 - Am 16. Mai 2017 hat die insolvenzrechtliche
Gläubigerversammlung der Laurèl GmbH vor dem Amtsgericht München -
Insolvenzgericht - stattgefunden. Die One Square Advisory Services GmbH hat
in der Funktion als gemeinsamer Vertreter die Anleihegläubiger der
Laurèl-Schuldverschreibung 2012 / 2017 (ISIN: DE000A1RE5T8 / WKN: A1RE5T)
auf der Gläubigerversammlung vertreten und für die Anleihegläubiger dem
vorgelegten Insolvenzplan zugestimmt. Alle interessierten Anleihegläubiger
können die finale Fassung des Insolvenzplans auf Wunsch bei der One Square
Advisory Services GmbH gegen Nachweis der Gläubigerstellung erhalten.
Darüber hinaus möchte die One Square Advisory Services GmbH die
Anleihegläubiger über die Beweggründe zum Abstimmungsverhalten informieren:

1. Anleihegläubigerversammlung am 15. Mai 2017
Für den 15. Mai 2017 hatte die One Square Advisory Services GmbH zu einer
sog. zweiten Versammlung der Anleihegläubiger eingeladen. Auf dieser
Versammlung sollten die Anleihegläubiger die Möglichkeit erhalten, dem
gemeinsamen Vertreter eine Weisung hinsichtlich des Abstimmungsverhaltens
über den Insolvenzplan zu erteilen. Nach Anmeldeschluss am 12. Mai, 24.00Uhr
(MESZ) waren weniger als die für eine Beschlussfähigkeit gesetzlich
erforderlichen 25% der ausstehenden Schuldverschreibungen angemeldet.
Infolgedessen wäre die Gläubigerversammlung am 15. Mai 2017 nicht
beschlussfähig gewesen. Der Sinn der Versammlung, den gemeinsamen Vertreter
zu einem bestimmten Abstimmungsverhalten auf der Gläubigerversammlung über
den Insolvenzplan anzuweisen, konnte infolge der Beschlussunfähigkeit somit
nicht mehr erreicht werden. Um den angemeldeten Anleihegläubigern eine
Anreise und der Masse überflüssige Kosten für eine Veranstaltung zu
ersparen, deren Sinn nicht mehr erreicht werden konnte, wurde die
Anleihegläubigerversammlung nach Rücksprache mit der Gesellschaft, dem
Sachwalter und den die Versammlung begleitenden Rechtsanwälten abgesagt.

2. Überwiegende Mehrheit der Anleihegläubiger forderten Zustimmung zum
Insolvenzplan
Nach Absage der Anleihegläubigerversammlung gingen im Vorfeld der
Versammlung zur Abstimmung über den Insolvenzplan vor dem Amtsgericht
München bei der One Square Advisory Services GmbH "Weisungen" von
Anleihegläubigern zum Abstimmungsverhalten des gemeinsamen Vertreters ein.
Die eingegangenen Weisungen zeichneten ein klares Meinungsbild: Mit über 86%
forderte die überwiegende Mehrheit dieser Anleihegläubiger die One Square
Advisory Services GmbH auf, ihre Zustimmung zum Insolvenzplan zu erteilen.

3. Insolvenzplan als bessere Alternative zur Zerschlagung
Da eine Weisung der Anleihegläubigerversammlung nicht vorlag und Weisungen
einzelner Anleihegläubiger nicht verbindlich sind, war die One Square
Advisory Services GmbH verpflichtet, eine eigene Ermessensentscheidung nach
§ 19 Abs. 3, § 7 Abs. 3 Satz 1, HS 2SchVG zu treffen. Maßgebliches Kriterium
für die Entscheidung der One Square Advisory Services GmbH war neben dem
oben beschriebenen Stimmungsbild unter den Anleihegläubigern der Umstand,
dass sich der vorgelegte Insolvenzplan als die wirtschaftlich vorteilhaftere
Alternative zur Zerschlagung darstellte. Ein sorgfältig durchgeführter M&A
Prozess, in dem über 180 Investoren angesprochen wurden, führte zu keinem
bindenden Angebot, dass besser als die Liquidation gewesen wäre. Die einzige
Alternative zum vorgelegten Insolvenzplan war somit die Zerschlagung der
Laurèl GmbH. Der gemeinsame Vertreter war infolgedessen verpflichtet, den
vorgelegten Insolvenzplan mit dem Zerschlagungsszenario zu vergleichen und
entsprechend der für die Anleihegläubiger vorteilhaften Alternative zu
votieren.
Diese Prüfung hat nach sorgfältiger Analyse aller vorliegenden Informationen
zu dem Ergebnis geführt, dass eine Zerschlagung für die Anleihegläubiger
nachteilhafter gewesen wäre als der Insolvenzplan. Für die Ermittlung der
Zerschlagungswerte wurden zum einen zwei Gutachten herangezogen, die
allerdings noch vor der Insolvenz im September und November 2016 angefertigt
wurden. Diese Gutachten ermittelten die zu erwartende Insolvenzquote mit
13%. Zum anderen wurden aktuelle Analysen herangezogen, die die
zwischenzeitlich eingetretenen Veränderungen berücksichtigten und auf Basis
derer der Zerschlagungswert und die hieraus resultierende Quote zum aktuell
relevanten Zeitpunkt deutlich im einstelligen Prozentbereich ermittelt
wurden.
Weiterhin hat die One Square Advisory Services GmbH auf Basis eines
aktuellen Sanierungsgutachtens einer internationalen
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft eine Vergleichsrechnung zwischen den
Zerschlagungswerten und der aus dem Insolvenzplan für die Anleihegläubiger
ergebenden Wertaufholung durchgeführt. Danach stellt sich - selbst unter
Zugrundelegung der überholten Werte aus den Gutachten von 2016 - der
vorgelegte Insolvenzplan für die Anleihegläubiger besser als die
Zerschlagung dar.
Der vorgelegte Insolvenzplan sieht zwar eine asymmetrische Behandlung der
beteiligten Gruppen vor. Eine solche asymmetrische Behandlung
unterschiedlicher Gläubigergruppen im Rahmen eines Insolvenzplans ist aber
grundsätzlich zulässig. Im Insolvenzplan ist vorgesehen, dass das Management
weiter beteiligt bleibt und eine Beteiligung zu einem günstigeren Preis
erhält, als die anderen künftig am Unternehmen beteiligten Gruppen. Eine
solche vergünstigte Beteiligung für das Management, sogenanntes "Sweet
Equity", ist ein weithin übliches Vorgehen beim Erwerb von Unternehmen durch
Finanzinvestoren. Gleiches gilt für die Bewertung bzw. den Preis für das
Eigenkapital, das der Insolvenzplaninvestor erhält.
Die One Square Advisory Services GmbH hat intensiv mit dem
Insolvenzplaninvestor und dem Management verhandelt, um die Situation der
Anleihegläubiger zu optimieren. Allerdings sind die Einflussmöglichkeiten
des gemeinsamen Vertreters wie auch der Anleihegläubiger begrenzt.
Letztendlich legte die Insolvenzschuldnerin einen Insolvenzplan vor, den das
Gericht nach Vorabprüfung in einer Gläubigerversammlung zur Abstimmung
gestellt hat und der wirtschaftlich besser war als die Zerschlagung. Da
zudem bis zuletzt keine Alternativen verfügbar waren, war die Wahl zwischen
dem Insolvenzplan in der vorgelegten Fassung und der Liquidation in diesem
Fall alternativlos.
Als gemeinsamer Vertreter ist die One Square Advisory Services GmbH
ausschließlich dem Interesse der durch sie vertretenen Anleihegläubiger in
der Gesamtheit verpflichtet und kann keinesfalls ein wirtschaftlich
vorteilhaftes Angebot aus sachfremden Erwägungen oder Partikularinteressen
einzelner Anleihegläubiger ausschlagen, da sie sich anderenfalls selbst der
Haftung aussetzen würde. Der gemeinsame Vertreter hat daher im Interesse der
von ihm vertretenen Anleihegläubiger in der Gesamtheit gehandelt und dem
Insolvenzplan zugestimmt.
Für Rückfragen steht die One Square Advisory Services GmbH gerne zur
Verfügung.

Kontakt:
One Square Advisory Services GmbH
Theatinerstr. 36
80333 München
Fax: +49 (0) 89 15 98 98 22
laurel@onesquareadvisors.com
www.onesquareadvisors.com


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19.05.2017 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten,
Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
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