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Springer verkauft Verlagsneubau

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17.07.2017 | 13:07
Logo of German publisher Axel Springer is seen outside its headquarters in Berlin

Der Axel-Springer-Verlag verkauft zwei Immobilien-Filetstücke im Herzen Berlins für insgesamt 755 Millionen Euro.

Das Geld will der Medienkonzern ins Wachstum seines Digitalgeschäfts stecken, wie der Herausgeber von "Bild" und "Welt" am Montag mitteilte. Das im Bau befindliche Bürogebäude gehe für 425 Millionen Euro an den norwegischen Staatsfonds und die Axel-Springer-Passage für 330 Millionen Euro an die Finanzinvestoren Blackstone und Quincap. "Der erzielte Verkaufspreis liegt deutlich über unseren ursprünglichen Erwartungen", sagte Springer-Finanzchef Julian Deutz. "Die zusätzliche Liquidität können wir für künftige digitale Wachstumsinitiativen einsetzen."

Springer treibt sein Internetgeschäft voran und hat hier besonders den US-Markt im Visier. Die Berliner wollen sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Konzernchef Mathias Döpfner sagte im Mai bei der Grundsteinlegung des Neubaus zum Verkauf: "Medienunternehmen tun nicht gut daran, als Immobilienentwickler zu dilettieren." Deutz betonte nun, der Neubau sei wichtig für den kulturellen Wandel des Unternehmens. "Ob wir das Gebäude besitzen oder mieten, ist dabei unerheblich."

Den Neubau des Star-Architekten Rem Koolhaas am ehemaligen Mauerstreifen will Springer langfristig zurückmieten. In dem 13-geschossigen Gebäude sollen künftig rund 3500 Mitarbeiter Platz haben. Der 850 Milliarden Euro schwere norwegische Staatsfonds zahlt das Geld für den Bürokomplex nach Angaben der Norges Bank Real Estate Management bei Fertigstellung im Dezember 2019.

Blackstone übernimmt die Mehrheit an der 2004 eröffneten Springer-Passage, der Immobilien-Investor Quincap die Minderheit. Hier soll das Geld mit Abschluss des Deals Ende 2017 fließen. Die Quincap-Geschäftsführer Guido Pinol und Jonas Kriebel sind auch Geschäftsführer der Blackstone-Tochter Office First. Diese übernimmt das Management der Springer-Passage. Springer nutzt den Großteil der Passage weiter bis Ende 2020.

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